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Bilder - Ruhrolympiade 2005 in Gelsenkirchen

Knapp 130 Spielerinnen und Spieler aus 13 Städten traten am 26. Mai beim Badminton Turnier der Ruhrolympiade an. Veranstalter Gelsensport und Ausrichter PSV Gelsenkirchen-Buer hatten die Athleten zum Kampf um die begehrten Gold-, Silder- und Bronze-Medaillien in die Gesamtschule Berger Feld im Schatten der Arena Auf-Schalke geladen.
Gespielt wurde nach dem Senioren-Ranglistensystem in allen fünf Disziplinen. Dabei trafen wie bei kaum einem anderen Jugendturnier unterschiedlichste Alters- und Leistungsklassen aufeinander. Dementsprechend schnell verliefen die Spiele der ersten und teilweise auch noch zweiten Spielrunde, in denen die starken Spieler aufgrund ihrer Setzposition im Wesentlichen auf deutlich schwächere Gegner trafen. Spätestens ab der dritten Runde bekamen die Zuschauer aber trotz der hohen Hallentemperaturen hochklassige, hart umkämpfte und packende Spiele zu sehen.
Im Mädchendoppel setzten sich Linda Rausch und Julia Siwczyk (Bottrop) in zwei knappen Sätzen gegen Katrin Ryländer und Katharina Altenbeck (Mülheim) durch. Im Spiel um den dritten Platz konnten die für Hamm startenden Corinna Moser und Elisa Spreemann das Spiel nach verlorenem ersten Satz noch wenden und in drei knappen Sätzen gegen Bianca Sandhövel und Sarah Ratay gewinnen.
Das Mädcheneinzel gewann erwartungsgemäß Jugendeuropameisterin Janet Köhler (Mülheim). Jedoch hatte kaum jemand damit gerechnet, dass es ihr die zwei Jahre jüngere Finalgegnerin Linda Hartjes (Oberhausen) derart schwer machen würde. In einem der besten Spiele des Turniers konnte Linda den zweiten Satz deutlich mit 11:4 gewinnen. Der hart umkämpfte Entscheidungssatz ging anschließend knapp mit 11:8 an die Europameisterin. Dritte wurde Christina Kuchenbecker (Bottrop) vor Fee Piesendel (Hamm).
Im Jungeneinzel kam es im Finale zum Brüderduell zwischen Julien Pohl (Mülheim) und Mathieu Pohl (Oberhausen). Auch die beiden Geschwister schenkten sich auf dem Feld nichts und boten den Zuschauern ein packendes Finale, in dessen drittem Satz sich schließlich der drei Jahre jüngere Mathieu knapp mit 15:12 gegen seinen Bruder durchsetzen konnte. Den dritten Platz erreiche Jann Philipp Zocher (Bottrop) vor Constantin Malycha (Unna).
Auch das Finale im gemischten Doppel war ein Turnier-Highlight. Hier setzten sich Christian Blankenstein und Sabine Heitkötter (Bottrop) gegen Robert Nysten und Maike Unseld (Mülheim) mit 15:12, 14:17 und 17:15 durch. Die Bronzemedaille ging klar an Tim und Lisa Fillbrunn (Oberhausen) vor Marcel Gempf und Daniela Zahlhaus (Dortmund).
Ebenfalls klare Verhältnisse herrschten im Jungendoppel: David Stemlau und Kevin Kaminski (Bottrop) waren gegen die zu Recht an Eins gesetzten Dave Eberhard und Denis Nyenhuis (Oberhausen) chancenlos. Den dritten Platz erkämpften sich Alexander Roovers und Fabian Lange (Mülheim) in drei Sätzen gegen Lennart Keil und Leon Senge (Dortmund).
Die Entscheidung in der Städtewertung fiel denkbar knapp. Sowohl Bottrop als auch Mülheim erreichen je 60 Wertungspunkte, so dass das Turnier eigentlich zwei Sieger verdient gehabt hätte. Aufgrund der in diesem Fall jedoch entscheidenden Anzahl höchster Platzierungen könnte Mülheim (ein erster Platz) den Pokal nicht verteidigen, so dass BLV-NRW Jugendwart Norbert Atorf den Siegerpokal an das Bottroper Team überreichen konnte. Den dritten Platz erreichte Oberhausen mit nur zwei Wertungspunkten Rückstand gegenüber den beiden Erstplatzierten.
Das Gelsenkirchener Team war mit deutlichem Abstand das Jüngste des Turniers. So gehörten mit Jan Pijnappel, Michael Zugcic und Ricarda Lepenat sogar drei U15-er zur Stammbesetzung dieses U19-er Turniers. Durch die kurzfristige Absage von Janine Bader war das Team zusätzlich geschwächt, so dass in der Endabrechnung nur der vorletzte Platz für die Gastgeber blieb. Abgrund der jungen Altersstruktur und der gezeigten Leistungen sind wir aber optimistisch, in den Folgejahren langsam aber kontinuierlich höhere Platzierungen erreichen zu können. Weiterhin im Einsatz für Gelsenkirchen waren Ramona Schurmann, Nina Spönemann, Charlotte Thelen, Matthias Lampret, Tobias Wanders und Adrian Emans.
Abschließend bleibt noch zu bemerken, dass alle Spiele ganz im Sinne des olympischen Gedankens von den Athleten äußerst fair geführt wurden, so dass sich alle auf ein Wiedersehen im Mülheim im nächsten Jahr freuen können.
Die Fotos wurden von Sabrina Masjosthusmann und Fabian Dietrich zur Verfügung gestellt.

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